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Freiheitsdenkmal

Der Obelisk, das Freiheitsdenkmal von Affoltern am Albis, steht an der Ecke zwischen Strasse, Post und Parkplatz beim Bahnhofplatz. Im Jahre 1804 haben die Säuliämtler eine Revolte gegen die Stadtzürcher angezettelt, die die Land-bevölkerung auch nach den napoleonischen Reformen nicht aus der Zehntenpflicht entlassen wollten. Sie wurden von Willi, Schneebeli, Häberling und Kleiner angeführt. Sie konnten im Bockenkrieg einen militärischen Sieg erzwingen jedoch keinen Politischen. Nach dem militärischen Sieg wurden die Urheber des Aufstandes festgenommen und in Zürich enthauptet. Die Landbevölkerung musste von alters her den geistlichen Grundherren den zehnten Teil des landwirtschaftlichen Ertrages abliefern. Dieser "Zehnte" wurde als eine unabdingbare Schuld des Bodens an Gott gesehen und war bestimmt zum Unterhalt der priesterlichen Kirche und der Klöster, die im Gegenzug dafür vor Gott für das Volk eintrat. Von der Zehntenpflicht, mussten sich die Säuliämtler Bauern dann gegen eine Geldsumme freikaufen.

Den Obelisken haben im Jahre 1876 die Nachfahren der aufständischen Bauern errichtet, im Bewusstsein, dass Frieden, Recht und Unabhängigkeit von fremden Vögten auch in den milden Hügeln des Amts einst teuer bezahlt werden mussten.

Freiheitsdenkmal
8910 Affoltern am Albis

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