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Solaranlagen

Meldeverfahren

Für Solaranlagen auf Dächern (nachfolgend Dachanlagen) in Bau- und Landwirtschaftszo­nen, die genügend angepasst sind, statuiert Art. 18a Abs. 1 RPG eine Meldepflicht. Ein Baubewilligungsverfahren entfällt. Folgende Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (vgl. Art. 32a Abs. 1 Raumplanungsverordnung [RPV], in Verbindung mit § 2a lit. a Bauverfahrensverordnung [BVV]):

  • sie überragen die Dachflächen im rechten Winkel um höchstens 20 cm
  • sie ragen von vorne und von oben gesehen nicht über die Dachfläche hinaus
  • sie werden nach dem Stand der Technik reflexionsarm ausgeführt
  • sie bilden eine kompakte, zusammenhängende Fläche

Erfüllt in Bau- und Landwirtschaftszonen eine Dachanlage diese Anforderungen, untersteht sie dem Meldeverfahren.

 

Weiterhin der Baubewilligungspflicht unterstehen Solaranlagen in folgenden Zonen:

  • Kernzone
  • Bauzonen sowie Landwirtschaftszonen, welche in überkommunaler Schutzanordnung oder in einem überkommunalen Inventar aufgeführt sind sowie wenn sie im Gewässerraum / Uferstreifen liegen.
  • Freihaltezone
  • Reservezone

 

Einzureichende Unterlagen Meldeverfahren

Das Meldeformular Solaranlagen sowie die dazugehörigen Beilagen sind mindestens 30 Tage vor Baubeginn bei der örtlichen Baubehörde einzureichen. Diese prüft die projektierte Solaranlage summarisch auf Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Im Rahmen des Meldeverfahrens ist auch bei Dachanlagen in der Landwirtschaftszone keine Beurteilung durch die kantonale Behörde vorgesehen.

 

Baubewilligungsverfahren

Sind die Voraussetzungen für das Meldeverfahren nicht erfüllt, ist für die projektierte Solaranlage ein Baubewilligungsverfahren durchzuführen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Anforderungen gemäss Art. 32a Abs. 1 RPV nicht eingehalten sind, die Solaranlage einen besonderen Standort aufweist (Kernzone, Schutzobjekt etc.) oder eine besondere Art vorgesehen ist (z.B. freistehende Anlage, Fassaden- oder Flachdachanlage).

 

Einzureichende Unterlagen Baubewilligungsverfahren

Baugesuche für Solaranlagen, die dem Baubewilligungsverfahren unterliegen, sind der örtlichen Baubehörde einzureichen (vgl. § 309 ff. PBG). Benötigen die Anlagen eine kantonale Spezialbewilligung (z.B. raumplanerische Ausnahmebewilligung, Bewilligung des Ortsbildschutzes oder der Denkmalpflege), leitet die örtliche Baubehörde das Baugesuch an die kantonale Leitstelle zuhanden des Amtes für Raumentwicklung (ARE) in der Baudirektion

weiter. Baugesuche haben alle Unterlagen zu enthalten, die für die Beurteilung des Vorhabens nötig sind (vgl. § 310 Abs. 1 PBG in Verbindung mit § 3 ff. BVV). Bei Solaranlagen sind insbesondere die Baugesuchsunterlagen gemäss § 2 BVV erforderlich.

Weiter Informationen sind im Merkblatt "Leitfaden Solaranlagen" unter folgendem Link zu entnehmen:

https://www.zh.ch/de/planen-bauen/baubewilligung/baueingabe-verfahren/formulare-baueingabe.html

Zugehörige Objekte

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Solaranlagen: Meldeblatt Download
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Solarkataster
Unter dem untenstehenden Link finden Sie den Solarkataster der Gemeinde Affoltern am Albis
Sonnendach.ch
Ein Gemeinschaftsprojekt vom Bundesamt für Energie, Bundesamt für Landestopografie und Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie stellt mit der Homepage Sonnendach.ch ein vielseitiges und praktisches Werkzeug zur Verfügung, um den Strom- und Wärmeertrag sowie die Investitionskosten abschätzen zu können. Die Berechnung kann anhand von verschiedenen Parameter auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.